Gummistiefel – Billig oder Teuer?

Das ist eine Frage die sich wie so oft natürlich nicht einfach pauschal beantworten lässt. Deshalb schauen wir uns hier mal ein paar Modelle an und die passenden Szenarien. Unsere Empfehlungen beruhen hierbei auf den Modellen die wir selbst besitzen und haben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit 😉

Was für wen?

Zunächst schauen wir uns einmal an was billig und teuer überhaupt bedeuten. Oftmals sind damit ja eher schlechte Qualität (billig) und hohe Qualität (teuer) verbunden. Es gibt genug Beispiele die zeigen, dass das nicht immer so sein muss. Wir müssen hier erstmal grundsätzlich unterscheiden zwischen Damen, Herren und Kindern.

Damen:

Ihr Damen habt wie so oft in der Mode die größte Auswahl und damit auch Auswahl in allen Preislagen. Das hat natürlich den auf der Hand liegenden Vorteil, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Allerdings auf der anderen Seite den Nachteil, dass es schwierig wird sich auf andere Faktoren als eben deinen Geschmack zu verlassen. Aber keine Sorge wir bringen für euch etwas Licht ins Dunkel!

Herren:

Gummistiefel Viking Oslo 4

Gummistiefel, die aussehen wie normale Schuhe von Viking

Meine Erfahrung bei den Herren ist tatsächlich die, dass es ganz viele billige Modelle gibt und dann das hochpreisige Segment und relativ wenig dazwischen. In Zahlen ausgedrückt bekommt ihr zwischen 10 und 30€ einiges und dann geht es so ab 80€ wieder richtig los. Rein optisch bedeutet billig bei uns Männern eigentlich immer nah am Look des klassischen und durchaus verpönten Baumarktstiefel.

Dunlop Gummistiefel

Sind billig, sehen billig aus, sind aber ganz okay, Dunlop Gummistiefel

Kinder:

Poel Meer Hunter Gummistiefel 2

Süße Hunter Kids, perfekter Halt

Bei den Kindern ist es ja immer schwierig viel Geld für ein paar Schuhe auszugeben, da die Füße so schnell wachsen. Da wir bei meiner Freundin aber meist auf Kindermodelle zurückgreifen (die aber eh meist nahezu identisch mit der Erwachsenenversion sind) zeigen unsere Erfahrungen, dass hier auch die Premiumhersteller in Relation recht günstig zu haben sind. Ihr könnt hier problemlos für 10€ etwas finden, aber auch die Premiumhersteller gehen mit etwas Glück bei 25€ los.

Auf was achten?

Natürlich stellt sich auch die Frage wofür die Schuhe gedacht sind. Wer nur einmal im Jahr auf ein Festival geht kommt auch mit einfacheren Stiefeln aus, wenn diese sonst den Rest des Jahres im Schrank stehen. Aber unabhängig davon gibt es ja eigentlich immer eine Möglichkeit sie anzuziehen. Aber das überlassen wir natürlich euch. Auch wenn ihr hier im Blog immer wieder Tips findet.

Zur eigentlichen Frage was die jeweiligen Preiskategorien so taugen möchten wir auf unsere eigenen Erfahrungen eingehen. Wenn ihr es genau wissen wollt lest hier die einzelnen Tests im Detail. Die Erfahrungen sind was die Haltbarkeit angeht natürlich in keinster Weise repräsentativ. Deshalb werden wir hier auch darauf eingehen, aber das Hauptaugenmerk liegt eher auf dem Tragekomfort.

Haltbarkeit

Hunter Tour

Meine alten Hunter Tour

Wir sind ja zu zweit und haben mittlerweile einige paar Stiefel zu Hause, deshalb können wir natürlich auch nicht dauernd alle tragen. Trotzdem musste ich persönlich schon eine schlechte Erfahrung mit meinen etwa 130€ teuren Hunter Tour machen, die nach etwa eineinhalb Jahren undicht wurden. Das Ganze war sehr ärgerlich, gerade weil die Stiefel so praktisch waren. Man konnte sie zusammenrollen und somit super platzsparend mit in Urlaub nehmen. Ich habe sie aber in der Zeit auch sehr häufig getragen im Wald aber auch einfach so an regnerischen Tagen. Letztendlich war eine vollständige Erstattung des Kaufpreises durch den Hersteller kein Problem. Umtausch war leider nicht möglich, da es die Gummistiefel nicht mehr in meiner Größe gab. Ihr seht also, dass die Teile nicht automatisch ewig halten wenn sie teuer sind. Bei den billigen Schuhen hatte ich mir ein paar einfach Chelseaboots aus Gummi gekauft für die kalte Jahreszeit. Diese habe ich dann auch in einer Saison völlig abgelaufen.

Hunter Tall

5 Jahre alte alte Hunter Tall

Gegenbeispiel sind meine Hunter Tall die ich im Jahr 2012 gekauft habe und auch immer wieder gerne trage. Hier haben sich nur die Sohlen etwas abgelaufen, aber auch das ohne Beeinträchtigungen. Die Gummistiefel haben mittlerweile einige hundert Kilometer auf dem Buckel und zwar nicht nur in der Stadt, sondern zum Beispiel durch einige schwierig zu bewältigende Schluchten.

Wie ihr seht tragen wir unsere Gummistiefel vergleichsweise sehr intensiv. So bekommt man auch solche teuren Stiefel irgendwann klein. Wenn ihr einfach nur welche sucht um sie ab und zu mal zum Shoppen zu tragen oder weil ihr mit dem Hund raus wollt habt ihr auch mit billigeren Modellen im Normalfall eine Weile Spaß. Stiefel der Kategorie Hunter dürften so für euch nahezu unzerstörbar sein. Aber auch wenn ihr sie zum Wandern oder ähnlichem tragen wollt gibt es spezielle Varianten die genau darauf ausgelegt sind und dann auch sehr lange halten sollten.

Tragekomfort

Auch hier stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Wenn ihr nur mal kurz im Regen mit den Gummistiefeln vor die Tür wollt braucht ihr nicht unbedingt 150€ auszugeben. Aber schon bei 2-3 Festivalwochenenden, dem Nordseeurlaub oder ähnlichen Aktivitäten ist es wichtig, dass die Schuhe bequem sind. Wenn ihr sie dann auch noch im Alltag tragt wird es noch wichtiger, dass ihr euch damit wohl fühlt und nichts drückt oder scheuert.

Aigle Lolly Pop

Aigle Lolly Pop an der Nordsee

An dieser Stelle möchten wir nochmal speziell auf Kinder eingehen. Während unbequeme Schuhe für uns Erwachsene nur ärgerlich und nervig sind, kann das für Kinder gefährlich werden. Kinder brauchen einen festen stabilen Halt in Schuhen. Oft sehen wir die Kleinen dann in auf den ersten Blick viel zu großen und weiten Gummistiefeln. Das führt dann dazu, dass das Kind einfach mal umfällt oder einfach nur komisch läuft. So etwas kann auf Dauer die Entwicklung der Motorik und Fußstabilität negativ beeinflussen. Deshalb ist es besonders wichtig die richtigen Stiefel für eure Kinder zu finden! Da meine Freundin ja recht kleine Füße hat testen wir in der Regel die Kindermodelle der Hersteller, das heißt hier bekommt ihr schon mal einen Überblick welche Gummistiefel von uns als gut befunden werden. Richtet euch aber trotzdem an den Fachhandel, da jeder Fuß anders ist und die Verkäufer in guten Geschäften speziell geschult sind.

Gummistiefel von Next

Unsere eigenen Erfahrungen bestätigen, dass man schon merkt ob es billige Stiefel sind. Die Next Gummitstiefel meiner Freundin haben eine sehr weiche Sohle, sie biegt ich beim gehen bzw. auftreten stark durch, dadurch läuft es sich nicht besonders gut. Das reicht zum Einkaufen oder ein wenig Spazieren locker aus. Mehr aber auch nicht. Dafür sind sie wahnsinnig süß und für den Sommerregen ein tolles Accessoire und eben günstig. Die nur wenig teureren Aigle Gummistiefel sind dagegen ihre absoluten Favoriten. Sie hat davon mehrere in verschiedenen Farben mit denen sie schon etliche Kilometer am Stück ohne größere Probleme gewandert ist.

Aigle Gummistiefel Meer

Aigle Goeland im Meer

Ich selbst habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Meine teuren Hunter, Aigle und Viking Stiefel mussten schon einige mitmachen. Etliche Wanderungen durch Wälder oder auch mal eine Tage durch ganz Oslo. Meine oben bereits erwähnten billigen Gummistiefeletten hatten dagegen auch das Problem der weichen Sohle. Die ebenfalls sehr günstigen Dunlop Stiefel bei meinen Schwiegereltern lassen sich auch mal 5-10 km tragen, aber es ist halt kein Vergnügen sondern wird irgendwann anstrengend.

Aigle Parcours 2 Vario Outlast

Nach 20 km wandern erstmal Pause

Während die Aigle Parcours 2 Vario Outlast auch nach 20 Kilometer trotz des hohen Gewicht sich immer noch anfühlen als würde man auf Wolken gehen.Dazu kommen weitere Features, wie das spezielle Outlast Futter, das verspricht im Sommer bei hohen Temperaturen die Füße kühl zu halten (was auch ganz gut funktioniert) und im Winter die Füße angenehm warm zu halten (das wird sich bald zeigen). Das kann die billige Variante nicht bieten. Ist natürlich auch nicht jedem wichtig, es wird aber halt auch etwas fürs Geld geboten.

Fazit

Ihr seht, ihr braucht nicht zwangsläufig die teuersten Gummistiefel, aber wenn ihr sie regelmäßig tragen und wirklich Spaß damit haben wollt lohnt es sich ein paar Euro auszugeben. Wenn ihr euch einmal für die richtigen Schuhe entschieden habt werdet ihr im besten Fall viele Jahre an ihnen haben.

Hunter Gummistiefel Outfit Herbst

Hunter Gummistiefel Outfit

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UGG Raana Gummistiefel

Können die auch Gummistiefel?

Wir haben mal wieder Nachschub bekommen! Diesmal haben wir ein richtiges Schnäppchen gemacht und ein Paar süße Gummistiefel der australischen Kultmarke UGG für nur 25€ bekommen. Diese ist ja vor allem bekannt für die flauschigen Stiefel mit Lammfellfutter, von den einen gehasst und von den anderen geliebt. Bei den Gummistiefeln ist erstmal nur die Einlegesohle flauschig. Beim Auspacken rochen die Stiefel sehr stark unangenehm nach Plastik und fühlen sich auch nicht sonderlich wertig an. Auch wenn wir dazu keine genauen Angaben finden konnten, dürfte es sich hierbei nicht um Naturkautschuk handeln. Der Preis ist zwar nicht mit sonstigen UGG Stiefeln vergleichbar, aber bei dem Namen und dem immer noch (eigentlich, wenn man kein Sonderangebot bekommt) nicht ganz billigen Preis, der fast auf Hunter Niveau liegt was Kinderstiefel angeht, hätten wir da mehr erwartet. Da kann auch die Lammfellsohle den ersten Eindruck nicht mehr retten.

UGG Raana Gummistiefel 2

Ansonsten sehen sie aber wirklich süß aus. Beim ersten Reinschlüpfen fällt auf, dass Größe 32 auch passt, die Stiefel aber sehr weit sind. Meine Freundin hatte aber auch dünne Socken an. Kommen wir aber zum eigentlichen Paradox der Gummistiefel. Sie verfügen über eine warme Lammfellsohle, das Gummi ist aber sehr dünn. Das heißt, sie sind wohl schon für niedrige Temperaturen ausgelegt, aber kalte Füße gibt es dann letztendlich trotzdem. Sie sind wohl darauf ausgelegt dicke Socken darin zu tragen. Die Sohle macht einen griffigen Eindruck. Auf Reflektoren wurde verzichtet, das ist ja immer ein zweischneidiges Schwert. Uns freut es, damit sehen die Stiefel weniger nach Kinderschuhen aus. Der Schaft ist halbhoch, auch tiefere Pfützen dürften also kein Problem werden. Dafür ist er recht weit, also mit angesprochenen dicken Socken oder bei kräftigeren Beinen auch noch bequem zu tragen. Größen sind von 31-36 verfügbar.

Wir haben tatsächlich auf der offiziellen Webseite noch süße passende Gummistiefelsocken gefunden, die wir jetzt noch dazu bestellt haben, vielleicht wird das ganze dann doch eine runde Sache. Es könnte auf jeden Fall niedlich aussehen in Kombination. Der Geruch verfliegt hoffentlich auch noch nach einigen Tagen. Sobald wir das Paket erhalten melden wir uns wieder mit einem zweiten Eindruck und je nach Temperaturen vielleicht auch schon mit dem ersten ausführlichen Test. Bleibt also dran!

UGG Gummistiefel Socken

Die Socken sind jetzt tatsächlich recht schnell gekommen und sie sind mega süß. Richtig schöne Kuschelsocken und in Kombination mit den Gummistiefeln dann auch tatsächlich für kalte Temperaturen gut geeignet. Das Zopfmuster oben gibt den Socken einen verspielten Look der optimal zu Herbst und Winter passt. Die rosa Farbe ist sicher Geschmackssache wurde aber von uns beiden für gut befunden, dazu glitzert der Stoff noch wie leicht auf dem Bild zu sehen ist. Als Applikation gibt es süße Fellbommeln an der Seite. Auch zu Hause, ohne Gummistiefel, sind sie sicher gut geeignet um zum Beispiel eure Birkenstock winterfest zu machen oder um sie halt einfach so zu tragen.

Die Gummistiefel im ersten Praxistest

Zunächst hatte meine Freundin die Gummistiefel zum ersten Mal richtig an heute, allerdings noch ohne die passenden Strümpfe. Wir waren in der Innenstadt auf einem kleinen Flohmarkt. Das Wetter war fürchterlich mit gerade mal 10 Grad und Dauerregen. Die Schuhe stellten sich wie erwartet als sehr weit heraus, was beim Gehen etwas störte, trotzt relativ dicker Socken. Sonst waren die Stiefel aber überraschend bequem, was wohl vor allem an der Wollsohle liegen dürfte. Der Halt auf dem nassen Boden war gut.

UGG Gummistiefel Socken 2

Später haben wir dann nochmal eine kleine Runde gedreht mit den passenden Gummistiefelsocken um davon noch ein oder zwei Fotos für euch zu machen. Mit diesen war die Weite dann auch okay, aber immer noch nicht perfekt. Dafür werden die Füße richtig warm gehalten. Wir werden das sicher im Winter dann richtig testen.

UGG Gummistiefel Socken 3

Fortsetzung folgt…

Gummistiefel – Warum auch DU sie diesen Herbst brauchst!

Wenn du aus dem Süden kommst hast du einen akzeptablen Sommer erlebt, falls du aber wie wir im Norden lebst bist du dieses Jahr Kummer gewohnt, was das Wetter angeht. Dann wären Gummistiefel auch im Sommer schon eine gute Idee gewesen. Aber egal wieso du bisher noch keine hast oder sie im Schrank verstauben, wir zeigen dir warum du sie diesen Herbst brauchst, welche und geben ein paar Anregungen wie du sie am besten trägst.

1. Es ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei!

Aigle Gummistiefel Kleid

Gummistiefel: Aigle, Kleid: H&M

Zur Zeit gibt es so viel Auswahl und Möglichkeiten wie noch nie. Von den Chelseaboots aus Gummi die überall zu sehen sind über die klassischen hohen Stiefel von zB. Hunter bis hin zu Gummireitstiefeln. Jede Variante hat seine Vorteile und alle eins gemein, du bekommst einfach keine nassen Füße!

2. Sie sind ein Hingucker!

Auf Festivals sind die Schuhe nicht mehr wegzudenken und machen stets eine tolle Figur, warum also nicht auch im Alltag? Stylisch bist du damit auch noch und es laufen nicht alle genauso rum wie du, Individualität ist das Stichwort. Trau dich einfach mal was. Es muss ja nicht immer schwarz sein. Gummistiefel bekommst du in allen Farben und bringst damit auch Farbe in den grauen Alltag, egal ob gelb, rot oder bunt mit Blümchen. Aber auch wenn du nicht so auffallen willst findest du sicher etwas passendes!

3. Es macht Spaß!


Wenn ich an den Herbst denke habe ich einer seits graue regnerische Tage vor Augen oder anderer seits auch schöne bunte Wälder. Gerade an diesen typischen graue Tagen solltest du dich nicht unterkriegen lassen und trotzdem gut gelaunt vor die Tür gehen. Mit den richtigen Schuhen kannst du nämlich jede Menge Spaß haben! Pfützen hüpfen ist zum Beispiel eins der Dinge die meine Freundin und ich auch als Erwachsene lieben, einfach mal wieder etwas Kind sein. Aber auch wenn du das nicht absichtlich machst, du musst dir beim Shoppen um so etwas einfach keine Gedanken mehr machen.

4. Sie sind praktisch!

Das gleiche trifft auch auf den anfangs erwähnten bunten Wald zu. Da ist der Wald so wahnsinnig schön und du bist eigentlich nur damit beschäftigt dir die Schuhe nicht dreckig oder schlimmsten falls kaputt zu machen. Wir ziehen einfach unsere Gummistiefel an und egal wie dreckig die am Ende sind, zu Hause kurz unters Wasser halten und sauber sind sie wieder.

Sowohl im Wald oder auch in der Stadt bei Regen oder Schnee ist gute Griffigkeit der Sohle wichtig. Da gibt es zwar zwischen den unterschiedlichen Varianten teils große Unterschiede aber grundsätzlich sind alle darauf ausgelegt dich in diesen Situationen sicher ans Ziel zu bringen.

Auch wenn es mal richtig kalt wird gibt es tolle Möglichkeiten. Du bekommst direkt warm gefütterte Stiefel oder nimmst die normalen und kaufst dir stylische Gummistiefelsocken dazu. Hier gibt es beispielsweise von Hunter eine riesige Auswahl die genau zu den Gummistiefeln passen, in allen Farben und Mustern. So brauchst du nur ein Paar für alle Temperaturen und individualisierst sie auch noch etwas.

Was natürlich auch wichtig ist, unsere Tests haben gezeigt, dass fast alle Stiefel auch für längere Strecken geeignet sind, da sie super bequem sind. Da hat meine Freundin auch mit teuren Lederstiefeln schon andere Erfahrungen gemacht. Egal ob in der Stadt, auf dem Land, im Wald oder am Strand, mit guten Gummistiefeln bist du immer bequem unterwegs.

5. Sie lassen sich super kombinieren!

Je nach Modell hast du jede Menge Möglichkeiten die Stiefel mit deinen Outfits zu kombinieren. Grundsätzlich brauchst du dir keine großen Gedanken zu machen. Je nach Art der Gummistiefel ziehst du das an was du auch zum nicht-Gummipendant getragen hättest. Schwarze Gummichelseaboots passen genauso gut zu deinem Outfit wie deine Chelseaboots aus Leder. Schauen wir uns das ganze aber doch mal etwas genauer an!

6. Jetzt aber Details!

Gummistiefelette (Chelseaboots):

Gummistiefeletten: Viking, Longshirt: EMP, Jacke: Tally Weijl

Leicht, praktisch und passen zu fast allem. Mit diesen Schuhen kannst du natürlich nicht durch tiefe Pfützen hüpfen, es fehlt dir der Schaft und der elastische Teil ist in der Regel nicht richtig wasserdicht. Gerade jetzt in der Übergangszeit trotzdem eine tolle Wahl. Du bist für leichten Regen bestens gerüstet und wenn dann doch die Sonne scheint auch nicht schlimm. Diese Boots kannst du eigentlich zu allem tragen. Der perfekte Alltagslook.

Gummistiefel mit kurzem Schaft:

Gummistiefel: Burberry, Rock: Burberry, Shirt: Tally Weijl, Basic Jacke: H&M

Wenn du dich für den kurzen Schaft entscheidest bist du absolut im Trend. Überall sieht man stylische Boots mit halbhohem Schaft. Im Gegensatz zu den vorher genannten Chelseaboots kann dir hier auch starker Regen und tiefe Pfützen nichts an haben. Vor allem zu Hosen eine tolle Wahl.

Gummistiefel mit hohem Schaft:

Gummistiefel: Hunter, Longshirt: EMP, Jacke: Tally Weijl

Der klassische Gummistiefel. Hier findest du auch schöne klassische schwarze Stiefel die aussehen wie normale Lederstiefel. Am häufigsten siehst du aus dieser Kategorie Hunter Tall, die es in etlichen Farben gibt. Aber auch andere Hersteller bieten dir eine breite Palette. Absolut wasserdicht unterwegs bist du natürlich auch. Egal ob mit Hose, Kleid oder Rock, diese Stiefel kannst du überall tragen, egal ob Arbeit oder Freizeit. Sie sehen immer toll aus!

Links – Gummistiefel: Hunter, Latzhose: Colloseum, Bluse: Tally Weijl | Rechts – Gummistiefel: Hunter, Strümpfe: Zara, Kleid: H&M, Jacke: Tally Weijl

Gummireitstiefel:

Gummireitstiefel: Noname, Hotpants: Tally Weijl, Jacke: Zara

Gummireitstiefel sind hier ein Geheimtipp. Wir sehen sie eher selten in freier Wildbahn, aber wenn dann waren sie immer toll kombiniert. Grundsätzlich sind diese Stiefel optisch am nächsten an normalen Lederstiefeln, von daher auch am vielseitigsten. Es sollten dann aber nicht die 10€ Stiefel sein, da das Gummi auch schnell billig aussehen kann. Love Moschino hat hier tolle Modelle! Du bekommst Gummistiefel mit einem hohen enganliegenden Schaft, die auch noch wahnsinnig bequem sind. Die Schuhe sind auch etwas leichter als Lederstiefel und meist schon gefüttert, dass deine Beine und Füße warm bleiben.

Fazit

Wie ihr seht sprechen viele gute Gründe dafür auch mal mutig zu sein und statt wie jedes Jahr nur in den immer gleich aussehenden Lederschuhen rumzulaufen auch Gummi mal eine Chance zu geben. Ihr seht damit toll aus und während andere genervt durch die typischen nassen oder tristen Herbsttage ziehen, habt ihr noch Spaß dabei!

Oslo – das Gummistiefelparadies

Wie ihr in unserem Reisebericht zu Oslo lesen konntet, fiel uns auch auf wie gerne die Menschen hier Gummistiefel tragen. Wenn es regnet sind die Straßen von Oslo voll damit. Vor allem an unserem letzten Tag in der Stadt, als wir von einem Cafe aus das Treiben auf den belebten Straßen beobachteten, sahen wir Menschen jeden Alters, egal ob Mann/Junge oder Frau/Mädchen. Hier haben die Osloer erkannt, dass es an einem solchen Tag nichts besseres gibt und die Laune gleich viel besser ist, selbst wenn alles sonst grau und nass erscheint!

So findet ihr auch in jedem Schuhgeschäft eine ordentliche Auswahl. Selbst in den Männerabteilungen! Das wäre hier kaum denkbar. Lest dazu auch meinen Artikel zu dem Thema: Gummistiefel für den Mann

Gummistiefel kosten hier umgerechnet etwa so viel wie bei uns. Während man bei uns entweder irgendwelche Nonamestiefel in den üblichen Schuhgeschäften oder Modelle von Hunter in teureren Geschäften kaufen kann, dominierte in der norwegischen Hauptstadt die Marke Viking, die wir und hier im Blog auch schon näher angeschaut haben und noch weiter anschauen werden und die klassischen Hunter. Das zeigt sich so auch auf der Straße. Gerade die Modelle mit Schnürung von Viking sind sehr beliebt, aber auch Hunter Tall gibt es an jeder Ecke zu sehen. Dazu kommen aber auch viele Sichtungen der anderen namhaften Hersteller wie Aigle und Le Chameau. Die Norweger lassen sich ihre Gummistiefel also durchaus etwas kosten und setzen auf Qualität. Auch auf der Arbeit scheint das Tragen kein Problem, das wäre in Deutschland in vielen Bereichen absolut unmöglich.

Es zeigt ich auch hier wieder, dass die Gesellschaft dort deutlich offener ist.

Unsere Gummistiefel

Auch wir hatten natürlich Gummistiefel dabei! Wir mussten dafür einen eigenen Koffer nehmen, aber das war es definitiv wert.

Gummistiefel Koffer

Zum Glück übertreiben wir nie!

Mit im prall gefüllten Koffer hatten wir jeweils ein Paar:

Viking Stavern Jr.

Viking Retro Light

Viking Lillesand M

Aigle Parcours 2 Vario Outlast

Wir sollten also für alle unsere geplanten Aktivitäten gerüstet sein und in Norwegens Hauptstadt könnt ihr eine Menge erleben!

Viking für die City

Gummistiefel Viking Oper

Was für eine Aussicht!

Das Land und die Stadt laden förmlich dazu ein mit den richtigen Schuhen auf Entdeckungstour zu gehen. So erkundeten wir dann zum Beispiel das Dach der Oper, welches komplett aus weißem Marmor besteht. Hier trug meine Freundin ihre tollen Viking Retro Light und dazu ein schönes Kleid mit Blumenmuster. Die Sicht auf Oslo und den Oslofjord bei Sonnenuntergang war atemberaubend. Dabei sind wie wir finden ein Paar ganze tolle Bilder raus gekommen.

Gummistiefel Viking Oper 2

Das Dach der Oper it der perfekte Ort um den Tag ausklingen zu lassen!

Die mittelhohen Gummistiefel passen perfekt in die lebendige Stadt am Wasser. Dank des niedrigen Gewichts lässt sich der Hafenbereich ohne müde Beine erkunden und selbst tiefe Pfützen sind absolut kein Problem, sondern laden eher zum reinhüpfen ein. Die Zierschnürung macht die Stiefel zum absoluten Hingucker. Unsere Stewardess zum Beispiel auf dem Heimflug war absolut begeistert! Mit Rock oder Kleid kombiniert habt ihr den perfekten Sommerlook für regnerische Tage!

Gummistiefel Viking Oslo 2

Hier ist immer etwas los!

Aber auch in der Innenstadt konnten wir ein paar schöne Eindrücke für euch sammeln, die das Stadtleben mit den süßen Gummistiefeln in Einklang bringen. Die Kombination passt in der norwegischen Hauptstadt einfach! Dadurch, dass die Schuhe schön flach sind ist es kein Thema den ganzen Tag auf den Beinen zu sein. Der Schaft ist relativ weit ohne beim gehen zu stören. Gerade an einem regnerischen Spätsommertag oder zum kommenden Herbst ist das sehr angenehm, da die Beine Luft bekommen.

Gummistiefel Viking Oslo 3

Perfekter City Look!

Sowohl ihre Stavern Jr. als auch meine Lillesand M von Viking waren auf der Reise unsere „Alltagsschuhe“. Beide Modelle sehen nicht nur fast so aus wie normale Schuhe, sie tragen sich auch genauso bequem. Bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad kamen wir damit auch nicht ins Schwitzen. Es ist einfach super solche Allwetterschuhe zu haben die sich für quasi jeden Anlass tragen lassen und wenn sie doch mal dreckig werden einfach kurz abgespült werden müssen.

Gummistiefel Viking Oslo 4

Die perfekten Schuhe bei wechselhaftem Wetter!

Sowohl auf dem historischen Kopfsteinpflaster als auch auf dem modernen Teerbelag war der Halt der Sohle, auch wenn es nass war, immer sehr gut und das trotz der flachen Sohle und des recht schwach ausgeprägten Profils. Auch gescheuert hat nichts. In beide Schuhe könnt ihr sehr einfach rein und rausschlüpfen. Bei diesen Stiefeln waren wir wirklich positiv überrascht, da beide Modelle auch recht günstig zu haben sind und auch nach dem Urlaub von uns beiden fleißig getragen werden. Davon aber an anderer Stelle mehr.

Gummistiefel Viking Oslo 5

Den ganzen Tag in Oslo unterwegs

Aigle zum Wandern

Gummistiefel Aigle Fluss

Einfach mal die Seele baumeln lassen!

Letztendlich brauchte ich für unseren Ausflug in die Natur noch ein Paar hohe Gummistiefel. Meine hohen Viking Stiefel sind leider für den Winter, sonst wäre das norwegische Gummistiefel Lineup perfekt gewesen. Dafür habe ich meine Aigle Parcours 2 Vario Outlast eingepackt. Die Wanderstiefel waren optimal für die hügelige Region der Nordmarka mit den ganzen Bächen, Seen und Wasserfällen. Auch bei an diesem Tag 20 Grad und Sonne waren sie wunderbar zu tragen. So konnte ich dann auch in einen recht wilden Fluss und von dort aus Fotografieren ohne nasse Füße zu bekommen und hatte gleichzeitig perfekten Halt in der starken Strömung. Das grobe Profil bietet auch außerhalb des Wassers stets optimalen Halt und auch die Füße tun nicht weh. An das hohe Gewicht habe ich mich mittlerweile echt gut gewöhnt.

Gummistiefel Aigle Fluss 2

Optimaler Halt auch bei starker Strömung!

Solltet ihr also auch vorhaben diese großartige Stadt zu besuchen packt euch auf jeden Fall ein Paar Gummistiefel ein oder nutzt die Gelegenheit wenn ihr bisher keine besitzt euch dort damit einzudecken. Es lohnt sich und macht Spaß, egal ob niedriger oder hoher Schaft!

Gummistiefel Viking Oper 3

Stylischer Look im Opernhaus

Ihr wollt wissen wie es uns in Oslo ergangen ist? Dann klickt hier und lest den kompletten Reisebericht!

Oslo – Eine Reise in die Zukunft

Unsere Reise nach Oslo

Vom 24.08.2017 bis 29.08.2017 waren wir im Urlaub und zwar in Norwegen, genauer gesagt in Oslo. An dieser Reise möchten wir euch hier teilhaben lassen und euch zeigen warum Oslo die wohl bisher tollste Stadt ist die wir besucht haben!

Tag 1 – Anreise

In Hamburg am Flughafen tauschten wir unsere Euro in Kronen um, an einem kleinen Stand, der nicht zuletzt dank der Dame am Schalter, ein wenig aussah als würde zusätzlich zum Geld wechseln uns auch noch die Zukunft voraus gesagt werden. Das blieb dann aber aus, dafür waren die Gebühren dermaßen hoch, dass wir euch davon abraten möchten. Tauscht nur eine kleine Menge um und holt dann in Norwegen Geld am Automaten, das funktioniert problemlos mit EC und Kreditkarten und ist je nach Karte kostenlos oder mit vergleichsweise niedrigen Gebühren verkraftbar. Der Flug von Hamburg lief mit Eurowings dann völlig problemlos.

Was uns als erstes auffiel, war der im Vergleich zu Hamburg wirklich schöne Flughafen, der modern und offen gestaltet ist mit jede Menge Holz, so dass er sich schon fast etwas wohnlich anfühlte. Lange blieben wir aber nicht dort, denn wir wollten ja schnell in die Stadt zu unserem Hotel. Wir hatten die Wahl zwischen dem Schnellzug und dem „Normalen“. Der schnelle Zug ist aber tatsächlich nur wenige Minuten schneller, dafür aber wesentlich teurer. Das alles erklärte uns eine freundliche Bahnmitarbeiterin am Automaten. Diese sprach wie jeder andere mit dem wir noch sprechen sollen perfektes Englisch. Für 93 Kronen pro Person fährt der Zug dann etwa eine halbe Stunde bis zum Hauptbahnhof. Im Zug gibt es kostenloses WLAN, ein Platzangebot, dass sich vor keinen IC(E) verstecken braucht und es ist sauber bzw. stinkt nicht (bei der DB kaum vorstellbar).

Im Hauptbahnhof von Oslo gibt es dann jede Menge Möglichkeiten sich mit Verpflegung einzudecken und somit kamen wir zum ersten Mal mit den gefürchteten Lebensmittelpreisen in Berührung. Bahnhöfe sind ja in Deutschland immer etwas teurer als normale Läden. Das konnten wir hier nicht feststellen, es war überall gleich teuer. Da legt ihr für einen halben Liter Cola mal locker 3€ auf den Tisch und ein belegtes Brötchen kostet euch gerne mal 6-8€. Dafür waren die Sachen aber auch immer lecker und die Auswahl wesentlich besser als die hier üblichen belegten Brötchen mit Salami oder Schinken oder Käse. Am günstigsten kommt ihr hier bei Burger King weg.

Oslo Straße

Großstadtflair!

Zunächst ging das mobile Internet meines Handys nicht, aber ich hatte wenigstens vorab weil ich schon damit gerechnet hatte Offline Karten für die Stadt heruntergeladen. So kamen wir doch recht entspannt in unserem Hotel mitten in der Innenstadt an. Das Park Inn hat 3 Sterne und liegt perfekt zentral. Was ärgerlich war, dass das Hotel trotz anders lautender Aussagen bei Booking.com keine Maestro(EC)-Karte zur Bezahlung akzeptiert. So mussten wir direkt den kompletten Preis bezahlen und noch Pfand hinterlegen. Das Zimmer war dann auch nichts besonderes, aber recht günstig, sauber und dafür, dass man eh den ganzen Tag unterwegs ist völlig in Ordnung. Positiv zu erwähnen wäre hier noch, dass die Zimmer mit Apple TVs ausgestattet sind mit denen ihr vom iPhone zu Mindest Youtube auf den Fernseher streamen könnt. WLAN natürlich wieder kostenlos und richtig schön schnell, dazu noch komplett frei. Das heißt ihr braucht keinen Login oder so, es geht sofort los. Das ist auch bei fast allen öffentlichen WLANs in der Stadt der Fall und wirklich angenehm um Datenvolumen zu sparen.

Zur Bezahlung sei hier noch gesagt, wir haben vorab oft gelesen, dass eine normale EC Karte ausreicht. Das stimmt aber nur im Bezug darauf, dass ihr an den Minibanks (den Geldautomaten) Geld abheben könnt. Wir haben kein einziges Geschäft gesehen in dem die Bezahlung mit etwas anderem als Bargeld oder Kreditkarte möglich gewesen wäre. Teils ging auf öffentlichen Toiletten sogar nicht mal Bargeld. Nehmt also auf jeden Fall eine Kreditkarte mit! Wir kamen aber auch nur mit Bargeld ganz gut aus.

Nach kurzem Ausruhen sind wir dann direkt wieder los zum Bahnhof um bei der Tourist Information vorbei zu schauen. Wir hatten uns bewusst vorher kein festes Programm gesetzt. Es war nur klar, dass ein Tag außerhalb der Stadt Wandern angesagt sein wird. Dort bekamen wir dann alle möglichen Infos, zum Teil aus Broschüren bzw. den dort aufgestellten Tablets und von einer netten Dame die uns Wanderrouten zeigte. Danach erkundeten wir das Zentrum von Oslo indem wir zunächst die Domkirche anschauten, wo gerade jemand so lautstark betete, dass ein Sicherheitsmann ihn rauswarf. Wunderschön waren die Malereien im der Kirche. Von dem Gotteshaus führte es uns dann in ein Shopping Center, von denen es einige gibt und die eigentlich auch alle sehr schön aufgemacht sind und vor allem jedes auf seine Weise. Bei uns sind die Dinger ja leider immer gleich langweilig.

Da ich einige Jahre im Einzelhandel gearbeitet habe interessiert mich immer wie Geschäfte aufgemacht sind. Gerade in Zeiten in denen der deutsche Einzelhandel jämmerlich wegen der Onlinekonkurrenz heult ist es für mich interessant zu sehen wie andere Länder dieses Problem angehen. Um jetzt nicht zu weit auszuholen hat es zB. Apple mit seinen Stores verstanden, dass Einkaufen ein Erlebnis sein muss. Sonstige Ladengeschäfte sind fast immer absolut langweilig und zweckmäßig. In Oslo scheint man das deutlich besser verstanden zu haben. Nahezu jeder Laden ist schön gestaltet und man ist regelrecht neugierig darauf was die anderen im Center sonst noch so zu bieten haben. Ein Erlebnis eben.

Dem Wow-Effekt beim Shoppen folgte dann der nächste in der City Hall bzw. dem Rathaus. Schon von außen ist das Gebäude eindrucksvoll mit seinen beiden Türmen. Der Eintritt ist frei. Als wir dann drinnen waren kamen wir ins Staunen, es wartet ein riesiger Raum mit Wandgemälden auf jeder Seite auf euch. Ich fand auch das Licht im Gebäude toll, aber wir kamen leider nicht mehr zum richtigen shooten an diesem Ort. Zum ersten Mal fühlten wir den Zauber dieser Stadt als wir am Fenster mit Blick auf den Hafen standen. Ein überwältigender Anblick! Viel zu tun gibt es hier drinnen aber sonst nicht. Trotzdem ist der Besuch Pflicht!

Jetzt wurde es aber auch echt Zeit fürs Abendessen und in unserem Bestreben nicht gleich unser komplettes Geld in einem Restaurant auf den Kopf zu hauen, da die Preise hier auch wieder mehr als gesalzen sind, landeten wir bei Deli la Luca. Einer der kleinen Läden die ein wenig an unsere deutschen Tankstellenshops erinnern. Hier könnt ihr euch einigermaßen günstig mit Getränken eindecken und die Essensauswahl ist im Vergleich zu unseren Tankstellen wirklich super. Verschiedene Wraps, Calzone, Burger, Baguettes in allen Varianten. Aber auch Backwaren und sogar so etwas wie Asia Nudeln bekommt ihr hier. Wir werden im Laufe der Reise noch häufiger hier oder in vergleichbaren Läden landen.

Tag 2 – Wandern entlang des Akerselva und mehr

An Tag 2 sollte es dann so richtig losgehen! Aber erstmal Frühstück. Wir verzichteten darauf im Hotel das Frühstück zu buchen, da es ja nicht so schwer sein kann einen Bäcker zu finden. Den ersten den wir dann fanden hatte sehr kleine belegte Brötchen für über 8€. Das war dann doch eine Nummer zu viel. Letztendlich frühstücken wir dann stilvoll bei Subway! Interessanterweise hat Subway in Norwegen ein doch recht deutlich anderes Sortiment.

Oslo Outland

Absolut cooler Nerdladen!

Direkt gegenüber fanden wir dann einen tollen Laden der unser Nerdherz direkt höher schlagen ließ! Zunächst unschlüssig ob überhaupt geöffnet, da im Eingangsbereich vor lauter Baustelle gar kein Laden zu sehen war, wurden wir dann mit einer gigantischen Auswahl an Lego, Mangas, Comics, Brettspielen, Figuren, Büchern und jede Menge anderem coolen Kram überrascht. Hier könnt ihr wenn ihr euch für solchen Kram interessiert stundenlang stöbern!

Das meiste wird auch auf Englisch verkauft. Preislich war es durchwachsen, während ein Manga mit 15€ das Doppelte bis Dreifache kostet, waren die Lego Sachen zum Beispiel relativ günstig zu haben. Es fiel uns positiv auf, dass selbst dieser Nischenladen einen Treppenlift angebracht hatte, obwohl unten nur ein paar Restposten ausgestellt waren Sehr vorbildlich!

Frisch gestärkt und richtig motiviert bei angenehm sonnigem Wetter starteten wir am Hauptbahnhof unsere heutige Wanderung. Der Fluss ist 8,2 km lang und fließt von Norden nach Süden. Dabei durchquert er die Stadtteile Nordre Aker, Sagene, Zentrum, Grønland und Grünerløkka und mündet letztendlich im Oslofjord. Besonders interessant fanden wir die 23 Wasserfälle auf dem Weg.  Letztendlich sind wir aber nur etwa 5 km entlang des Flusses gegangen, da wir ja auch wieder zurück mussten und für den nächsten Tag die nächste Wanderung geplant war.

Oslo Wasserfall

An jeder Ecke etwas zu entdecken!

Nachdem wir den Hauptbahnhof hinter uns gelassen haben kommen wir recht schnell nach Grønland, das multikulturelle Zentrum von Oslo. Hier könnt ihr relativ günstig essen. Teilweise bekommt man wirklich etwas den Eindruck eines orientalischen Basars. Die Leute sind total nett und es spricht weiterhin jeder sehr gutes Englisch und scheinen perfekt integriert zu sein.

Von Grønland geht es direkt weiter nach Grünerløkka, wie wir finden einer der eindrucksvollsten Ecken von Oslo. Man könnte es als Szeneviertel bezeichnen. Ihr findet hier überall kleine Clubs, Cafes, Essen und jede Menge Kunst. Dazu reicht es immer mal wieder den Weg entlang des Wassers für ein kleines Stück zu verlassen wenn ihr eine Ecke interessant findet.

Oslo Brücke

Malerische Hängebrücke

Wir konnten wirklich alle paar Meter was spannendes entdecken und so haben wir hier auch die meiste Zeit verbracht. Generell bietet der Weg hinter jeder Ecke einen neuen Platz, Park, Wasserfall, eine Brücke oder ein tolles Gebäude. Und das alles mitten in der Stadt! Es waren auch überall Studenten der Kunstakademie zu sehen die sich gegenseitig am Fluss Modell standen. Auch hier scheint der Zusammenhalt besonders toll zu sein.

Oslo St pauli

Ein Stück Hamburg in Oslo!

Am Ende landeten wir weil wir ziemlich Durst hatten im St. Pauli Biergarten. Dieser war einfach gerade zufällig da und wurde wie wir dann erfuhren, was auch naheliegend ist bei dem Namen, von einer Deutschen geführt.

Oslo Wasserfall 2

Spektakuläre Wasserfälle mitten in der Stadt

Noch zu erwähnen sind die vielen wahnsinnig schönen und für einen Fluss mitten in der Stadt recht großen Wasserfälle, die ihr euch unbedingt ansehen müsst! Noch ein eine Weile folgten wir dem Akerselva dann nach Norden, bevor wir umkehrten.

Oslo Festung

Die Hauptgebäude von Akerhus Festning

Nach einer Pause im Hotel beschlossen wir dann nochmal los zu ziehen und uns am Hafen Akerhus Festning anzuschauen. Die alte Festung ist kostenlos zu besichtigen und beherbergt einige kleine Museen, welche wir uns aber nicht angeschaut haben. Von der Mauer habt ihr einen tollen Blick auf den Hafen und die City Hall.

Oslo Hafen

Blick auf den Hafen

Um den Abend abzurunden wollten wir uns den Sonnenuntergang auf dem Dach der Oper anschauen. Eine Besonderheit dieser ist das Dach aus weißem Marmor auf dem ihr rumlaufen könnt. Auch hier ist der Blick auf den Oslofjord wieder traumhaft! Optimal um einen anstrengenden Tag ausklingen zu lassen.

Gummistiefel Viking Oper 2

Toller Ausblick und spannende Architektur

Und auch hier kommt ihr völlig kostenlos rauf! Das fiel uns auch positiv auf, dass die meisten Sehenswürdigkeiten kostenlos waren, außer die ganzen Museen, die mit dem hier später im Bericht auch beschriebenen Oslopass aber relativ günstig sind.

Oslo Oper Dach

Sonnenuntergang vom Dach der Oper

Tag 3 – Ab in die Natur!

Noch ziemlich kaputt vom vorigen Tag und auch noch angeschlagen durch Erkältung stand an Tag 3 Wandern in der Nordmarka an. Wir hatten uns eine Tour ausgesucht die entlang mehrerer Seen führte. Wir entschieden uns aber kurzfristig aufgrund der Erkältung das Ganze etwas anders zu gestalten. Von der Bushaltestelle Brekkekrysset wanderten wir nach Norden entlang des Sees Maridalsvannet, allerdings immer innerhalb des Waldes.

Oslo Wald

Bestes Wanderwetter!

Der See selbst scheint zu Mindest von der Westseite aus kaum erreichbar. Das Baden und ähnliches ist in dem recht großen See ohnehin verboten, da es sich um Trinkwasser handelt. Aber auch nicht schlimm, denn der Wald ist für sich auch erstmal interessant im Vergleich zu den leider oft ziemlich langweiligen deutschen Wäldern, auch wenn es bei uns gerade in Bayern auch anders aussehen kann. Binz sei hier auch noch als positives Beispiel erwähnt. Die Natur hat hier etwas wildes, obwohl sich Norwegens Hauptstadt nur wenig entfernt ausbreitet.

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Abkühlung an einem sonnigen Tag

Der angenehm breite Schotterweg ist interessanterweise auch komplett mit mit Laternen bestückt, wahrscheinlich deshalb, weil er von den Anwohnern rege zum Joggen oder mit dem Hund spazieren genutzt wird, was dann auch am Abend noch wunderbar funktioniert. So waren wir eigentlich auch die einzigen Wanderer, da offensichtlich sich niemand damit abgibt so eine Streckchen zu wandern ;). Entlang des Weges gibt es immer wieder Infotafeln, aber leider nur auf norwegisch, hier kommen wohl wirklich kaum ausländische Touristen lang.

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Der Wald hat immer etwas uriges

Wir haben uns auch sehr über die vielen kleinen Bäche gefreut, die ich in unseren heimischen mecklenburger Gegenden immer suche. In der Nordmarka plätschert alle paar hundert Meter ein solcher mal größer, mal kleiner an der Strecke vorbei. Kleine Wasserfälle findet ihr auch immer wieder. Am Ende erreichten wir dann die Bushaltestelle Hammeren, von der wir hofften wenigstens eine kleine Möglichkeit zum Einkehren zu finden. Aber es ist wirklich nur die überdachte Haltestelle an der Landstraße. Dafür gibt es hier einen tollen Blick auf den Maridalsvannet.

Oslo See

Der Maridalsvannet

Auch auf der Straße wird sich reichlich sportlich betätigt, wir haben jede Menge Fahrradfahrer und Leute die sich mit so genannten Skirollern für die Skisaison fit halten.

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Die Natur ist atemberaubend!

Glücklicherweise hatten wir noch etwas Proviant dabei um uns für das letzte kurze Stück zu stärken. Einem laut Google Maps Hammeren genannten Punkt von dem aus ihr an den wilden Fluss heran kommt der die Seen Skjærsjøen und Maridalsvannet miteinander verbindet. Euch bietet sich ein wunderschöner Ort der dazu einlädt einfach die Natur und das rauschen des Wassers zu genießen. Wir waren hier auch ganz alleine, obwohl ihr theoretisch einfach mit dem Bus hin fahren könnt und dann nur noch etwa 10 Minuten laufen müsst.

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Einfach die Seele baumeln lassen

Von hier geht der Weg auch weiter und bietet sicher noch mehr Highlights. Uns reichte das für heute aber und so machten wir uns auf den Heimweg mit dem Bus.

Egal wie kaputt wir waren, es zog uns nach einigem Ausruhen dann doch wieder raus. Diesmal an die Promenade von Aker Brygge, mit unzähligen Restaurants. Auch hier gibt es wieder an jeder Ecke etwas zu entdecken, einen schönen Platz oder Brunnen, überall Kunst. Und Kunst gibt es auch am Ende der Promenade im beeindruckenden Astrup Fearnley Museum of Modern Art, das wir uns aber nur von außen angesehen haben. Das war dann auch der Abschluss dieses Tages.

Tag 4 – Der Oslopass, eine super Sache!

Die Stadt bietet euch neben der bereits angesprochenen Natur und Architektur auch einige spannende Museen. Viele von denen könnt ihr mit dem Oslopass umsonst besuchen und auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, egal ob Bus, Bahn oder Fähre, ist im Preis von knapp 40€ pro Erwachsenen für 24 Stunden mit inbegriffen. Wir schnappten uns den Bus auf die Halbinsel Bygdøy. Dort erwartete uns das zu Norwegens bestem Museum gekrönte Frammuseum. Es geht um die norwegischen Polarexpeditionen und es sind die beiden Polarschiffe  Gjøa und die namensgebende Fram zu sehen.

Oslo Museum

Das Polarschiff Gjøa, beeindruckend!

Ihr solltet euch unbedingt den kurzen aber sehr interessanten Einführungsfilm anschauen. Wir waren anfangs von den ganzen Infos etwas erschlagen. Der Film sortierte die ganzen Ereignisse aber sehr gut. Das Museum ist wirklich toll gestaltet und bietet jede menge Informationen. Ihr solltet euch aber auf die vielen Texte einlassen. Die Fram ist das größere Schiff, auf das ihr auch rauf kommt und von innen besichtigen könnt. Schaut euch das Museum unbedingt an!

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Die Fram das namensgebende Schiff

Auch super fanden wir das Vikingskipshuset. Dort sind mehrere alte Vikingerschiffe ausgestellt die gleichzeitig die letzten Ruhestätten wichtiger Persönlichkeiten aus der Gegend waren. Dazu sind noch Dinge ausgestellt die als Grabbeigaben mit auf den Schiffen waren.

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Eins der Vikingerschiffe die ihr euch ansehen könnt

Einige weitere Museen findet ihr auch noch auf der Halbinsel, die wir uns aber nicht mehr angeschaut haben. Dafür gibt es von hier auch nochmal einen tollen blick auf Oslos Hafen.

Den Abend nutzten wir um uns das Schloss anzuschauen und machten es uns im Schlossgarten gemütlich. Dabei beobachteten wir das bunte Treiben der Osloer und philosophierten darüber wie offen die Gesellschaft hier ist, wie offen Homosexuelle auf den Straßen sind und es anscheinend als selbstverständlich wahrgenommen wird, was bei uns leider noch ein weiter Weg zu sein scheint. Wir finden man kann sich in vielen Bereichen die Norweger zum Vorbild nehmen.

Tag 5 – Reptilien und wie wir beinah Warhammerspieler wurden

Um die letzten Stunden des Oslopass noch zu nutzen hatten wir uns für den Morgen das Reptilienmuseum ausgesucht. In einem Innenhof versteckt könnt ihr hier allerlei Schlangen, Echsen, Spinnen (wers denn mag) und sogar kleine Äffchen anschauen. Je nachdem wie interessiert ihr an der Thematik seid lässt sich dort 1-2 Stunden Zeit verbringen. Der Eintritt ohne den Pass liegt bei etwa 10€ für Erwachsene.

Oslo Reptilienmuseum

Ein Axolotl im Reptilienmuseum

Als Nachmittagsprogramm wollten wir uns noch diverse Shoppingcenter und sonstige Ladengeschäfte anschauen. Wir haben wahnsinnig viele tolle Möglichkeiten gefunden sich mit allen möglichen Dingen einzudecken. Aber auch wenn ihr nur schauen möchtet gibt es überall etwas auszuprobieren und zu entdecken. Im letzten Center fanden wir einen riesigen zweistöckigen Flying Tiger (falls ihr den nicht kennt, ein Deko- und Allzweckladen mit jeder Menge süßer Sachen) und noch einen tollen Nerdladen namens Neo Tokyo Arcade der den Fokus noch einmal mehr auf japanische Popkultur legt als der Erste. Hier findet ihr alle möglichen alten Games, Cosplays, jede Menge Pokemon Kram, japanische Musik und Essen und vieles mehr!

Nachdem wir die großen Center hinter uns gelassen hatten schauten wir uns die Seitengassen genauer an und fanden einen Game Workshop Laden. Wir schauten einfach mal rein, da ich ungefähr wusste, dass es da diese Warhammer Figuren gibt, aber einen solchen Laden hatten wir noch nie gesehen. Drinnen standen dann überall handbemalte mehr oder weniger kleine Figuren rum und eigentlich wollten wir schon wieder raus, weil wir beide mit dieser Thematik wenig anfangen können. Doch einer der Mitarbeiter sprach uns dann an und bot uns nach kurzem Gespräch an unsere eigene Figur zu bemalen! Wir ließen uns einfach mal drauf ein und so zeigte der wirklich coole und sympathische Typ uns eine Technik zum bemalen der Figur. Dabei wird der Großteil der Farbe vorher vom Pinsel abgewischt und dann mit schnellen Wischbewegungen die Figur so bemalt, dass es aussieht wie eine Schattierung. Das hat echt Spaß gemacht! Im Anschluss durften wir dann noch ausprobieren wie man mit den Figuren spielt bzw. kämpft. Alles sehhhr nerdig, aber toll, weil das alles so unerwartet kam. Dazu kam, dass wir dabei nie den Eindruck hatten uns sollte etwas verkauft werden.

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Unsere selbstbemalten Warhammer Figuren

Aus dem einen spannenden Laden raus, direkt in den richtig großen Plattenladen rein. So einer wie wir ihn eigentlich nur aus Filmen kannten mit unzähligen Schallplatten zu allen möglichen Genres. Da macht das Stöbern schon alleine wegen der coolen Cover Spaß. Zum Schluss sind wir dann noch durch so einen Esoterikladen durch, der war uns aber dann doch zu wild, so dass wir schnell wieder raus sind. So endete dann auch schon der letzte komplette Tag in Oslo.

Oslo Esoterik

In diesem Laden gibt es garantiert keine bösen Geister

Tag 6 – Abschied

Den Rückflug nach Hamburg hatten wir extra spät gelegt um auch Tag 6 nochmal nutzen zu können für die restlichen offenen Aktivitäten auf der Liste. Dort stand ganz oben die Oper zu besichtigen, die wir bisher nur von außen kannten. Hier werden Führungen auf Englisch angeboten, die mit 10€ pro Person recht günstig sind. Der nette Herr der uns durch das Gebäude, bzw. eigentlich sind es zwei, führte war bis zu seiner Pensionierung selbst Sänger an der Oper. Er konnte somit einige ganz besondere Einblicke gewähren, da er sich perfekt auskennt und einige persönliche Geschichten auf Lager hat. Wir hatten das große Glück, dass gerade Proben stattfanden auf der Haubtbühne. Diese durften wir uns einige Minuten anschauen, was mega spannend war. Auch die Führung durch den ganzen Backstagebereich mit Probe- bzw. Trainingsräumen und der Kostümwerkstatt waren spannend! Das Ganze dauerte knapp über eine Stunde und bietet tolle Einblicke auch wenn ihr so wie wir sonst keine Opernfans seid.

Gummistiefel Viking Oper 3

Während der Führung in der Oper durften wir leider nicht fotografieren, deshalb nur ein kleines Foto aus der sehr schön gestalteten Lobby

Jetzt hieß es aber langsam wirklich Abschied nehmen. Da es heute richtig doll regnete entschieden wir uns dafür die restliche Zeit bis wir zum Flughafen mussten uns einfach in ein Cafe zu setzten und das bunte Treiben auf der Straße zu beobachten. Dabei fiel uns auf wie viele Leute an so einem Regentag Gummistiefel tragen. Passend zu meinem Bericht Gummistiefel für den Mann war es toll zu sehen, dass es hier absolut normal ist sowohl für Frauen, Kinder als auch Männer diese Stiefel zu tragen. Dazu werde ich aber an anderer Stelle nochmal ein paar ausführlichere Worte schreiben.

Gummistiefel Viking Oslo Flughafen

Warten auf die Heimreise

Danach fuhren wir schweren Herzens zum Flughafen und traten die Heimreise an.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass ihr diese wundervolle Stadt auf jeden Fall besuchen solltet. Nie haben wir eine so moderne und saubere Stadt gesehen. Auch die Gesellschaft ist viel offener, die Menschen haben meist eine positive Ausstrahlung. Es scheint niemand ausgegrenzt zu werden und hier wird Gleichberechtigung nicht diskutiert sondern einfach gelebt. Wir konnten für uns viel mitnehmen von dieser Reise!

Ivenacker Eichen

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Diesmal haben wir einen echten Geheimtipp für euch. Unweit von Stavenhagen liegt das kleine Örtchen Ivenack. Dieses war unser letztes Ziel für einen kleinen Ausflug mit entspannter Wanderung. Ivenack selbst hat neben den hier genauer besprochenen Eichen auch ein Schloss, das im 18. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde, nachdem es im dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, wie der ganze Rest des Dorfs. Das am Ivenacker See gelegene Gebäude hat einen schönen kleinen Park, der wunderbar als Fotolocation funktioniert und auch so zu einem Besuch einlädt.

1000 jährige Eiche

Das eigentliche Highlight sollen aber die erwähnten Eichen sein. Diese liegen in einem kleinen Tierpark in dem es hauptsächlich Damwild, Schweine und einige weitere Tierarten, die weitgehend auf den Gelände frei herumlaufen, wodurch der Eindruck entsteht die Tiere in freier Wildbahn zu erleben.

Ivenacker Eichen 1

Die namens gebenden Eichen sind allerdings das eigentliche Highlight. Diese sind wirklich gigantisch und nahezu majestätisch. Die älteste ist bereits 1000 Jahre alt!

Ivenacker Eichen 2 Schild

Das sind wirklich besondere Bäume die wir bisher nirgends sonst in dieser Form zu sehen bekamen.

Ivenacker Eichen Und 1000 jährige Eiche

 

Der Anblick erinnert an Darstellungen diverser Filme, Spiele und Beschreibungen die man in Büchern aus dem Fantasybereich findet. Fast ein wenig unwirklich. Bedauerlicherweise kommt man nicht direkt an die Bäume ran, da es aus Sicherheitsgründen verboten ist direkt unter die Bäume zu gehen. Es könnten aufgrund des hohen Alters schwere Teile der Bäume abbrechen. Auch wenn es vielleicht anders klingt, wie ihr auf den Bildern sehen könnt leben die Bäume alle noch. Wir stellen es uns auch besonders interessant vor diese Eichen früh morgens bei Nebel zu fotografieren, das Glück hatten wir aber leider nicht.

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Nachdem wir die faszinierenden Eichen hinter uns gelassen haben, kommen wir am neuen Baumwipfelpfad vorbei, der allerdings zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch geschlossen war. Die Eröffnung soll am 30.08.2017 sein. Ohne den Pfad jetzt selbst erlebt zu haben dürfte dieser das ganze noch weiter aufwerten und nochmal ganz neue Eindrücke zum Park liefern.

Ivenacker Eichen 4 Naturpfad

Naturerlebnispfad

Wir nehmen aber erstmal Kurs auf den Naturerlebnispfad, der uns viel Spaß gemacht hat und auch das ein oder andere Wissen vermitteln konnte.

Ivenacker Eichen 5 Naturpfad

Gerade für Kinder dürfte dieser ein absolute Highlight sein. Entlang des Weges sind mehrere Stationen aufgebaut bei denen ausprobiert und gerätselt werden darf. Dabei haben sich die Betreiber des Parks einige originelle Dinge einfallen lassen. Ein Beispiel ist das Spechttelefon bei dem durch einen Baumstamm mithilfe zweier Hämmer am jeweiligen Ende eine Nachricht und die passende Antwort gemorst werden sollen.

Ivenacker Eichen 15 Spechttelefon

Ohne hier jetzt alle Stationen verraten zu wollen, fanden wir vor allem „Fang die Maus“ besonders innovativ. Hier müsst ihr euch genauso leise wie der Fuchs durch den kleinen Parcours an eine Maus, in Form des aufgehängten Knopfes, gelangen. Wir haben es nicht einmal geschafft, wir sind wohl einfach keine guten Füchse. Spaß hat es auf jeden Fall trotzdem gemacht und gerade für Kinder eine besonders schöne Herausforderung.

Ivenacker Eichen 16 Fang die Maus

Tiere hautnah!

Nachdem wir den Naturpfad abgeschlossen hatten wurde es Zeit für einen Kaffee und damit unsere letzte Station im Park. Auf dem Weg dorthin können wir im Wald versteckt um ersten Mal Hirsche entdecken, leider noch sehr weit weg. Es sollen aber nicht die Letzten bleiben und dann viel viel näher, dazu aber später mehr.

Ivenacker Eichen 11 Hirsche

Das Wild ließen wir erstmal zurück und wandten uns dem großen Schweinegehege zu. Die süßen kleinen Schweine sorgten bei uns für den ein oder anderen Lacher. Es macht einfach Spaß den quirligen Tieren für eine Weile zu zu schauen. Außerdem führt ein Pfad über das Gehege drüber um auch wirklich alles sehen zu können, falls die Schweinchen mal nicht direkt am Zaun liegen wie es bei uns glücklicherweise der Fall war.

Ivenacker Eichen 12 Schweine

Jetzt wurde es aber echt Zeit uns auf den Weg zum Café zu machen, vorher wartet noch ein nett gemachter Pavillon der gerade wieder für die Kleinen spannend ist, aber auch für Erwachsene gibt es einiges zu lesen. Die Gestaltung ist einfach aber mit Liebe zum Detail gemacht. Es warten hier einige Informationen zum Park und zum Wald bzw. den Tieren allgemein.

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Endlich am Café angekommen fielen uns sofort ein Stück weg die ganzen Rehe und Hirsche auf die dort ganz in Ruhe am Fressen waren. Leider immer noch etwas weit weg um sie richtig zu fotografieren. Aber doch schon Mal eine interessante Art einen Kaffee zu trinken. Nach einiger Zeit hatten wir dann sogar das Glück, dass die ganze Herde direkt bis an unseren Platz kam zum Fressen. Selbst von den dort spielenden lauten Kindern ließen diese sich nicht stören

Ivenacker Eichen 13 Hirsch

So hatte ich das Glück einige Fotos aus nächster Nähe von den Hirschen mit ihren beeindruckenden Geweihen zu machen.

Ivenacker Eichen 14 Hirsche

Sonst haben diese Tiere ja eine riesige Fluchtdistanz wenn wir mal im Wald auf eins stoßen. Auch die Größe der Herde ist ungewöhnlich. Nachdem ich unzählige Fotos aus allen Winkeln gemacht hatte ging es dann wieder zurück zum Auto und absolut zufrieden nach Hause.

Fazit zu unseren Gummistiefeln

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die Gummistiefel die wir an hatten. Meine Freundin hatte ihre neuen Viking Stavern Jr. an.

Ivenacker Eichen 3 Viking

Diese Stiefeletten hatte sie zum ersten Mal richtig an und war sofort begeistert. Für einen Tag an dem sich dauernd Sonne und Regenschauer abwechselten waren die leichten Schuhe perfekt. Wir mussten uns keine Sorgen um tiefe Pfützen oder so machen, aber das Gras war doch sehr nass und es gab auch immer wieder matschige Stellen. Die Gummistiefel waren auf den knapp 5 Kilometern Wanderung durch den Park absolut bequem, die Füße blieben angenehm trocken und es wurde auch nicht zu warm innen.

Ivenacker Eichen 10 Viking

Für diesen Park und die Stationen bei denen durchaus immer mal wieder etwas zu klettern war boten die Schuhe optimalen Halt und zeigten sich flexibel wie normale Schuhe.

Ich hatte hingegen meine Hunter Tall an. Über die Stiefel ist im entsprechenden Test eigentlich fast alles gesagt. Wie immer unglaublich bequem und guter Halt auf dem nassen Waldboden. Allerdings für die einzelnen Aufgaben an den Waldpfadstationen nicht perfekt, da sie halt auch sehr schwer sind. Das ist aber halt nur in diesem speziellen Fall ein Problem. Bei „Fang die Maus“ hatte ich absolut keine Chance ;). Mit der Zeit wurde es in den Stiefeln auch etwas wärmer, aber es ging noch gut.

Ivenacker Eichen 17 Hunter

Neu ist, dass der eine Gummistiefel einen Kratzer auf dem Gummi hat, der die Funktion aber nicht beeinträchtigt. Die Hunter sind aber auch schon etliche Jahre alt.

Ivenacker Eichen 8 Viking Hunter

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und seid neugierig geworden auf die Ivenacker Eichen. Schaut vorbei wenn ihr mal in der Nähe seid und überzeugt euch selbst! Der Eintritt ist mit 4€ für Erwachsene auch günstig und in Zukunft dann auch mit dem neuen Baumwipfelpfad.

Es sind auch Führungen im Bereich Waldpädagogik möglich, diese sind für Schulen und Kindereinrichtungen sogar kostenlos. Weiterführende Informationen dazu findet ihr hier.

 

Gummistiefel Test – Viking

Heute kam ein riesiges Paket an, prall gefüllt mit Gummistiefeln der norwegischen Marke Viking, die uns die Stiefel freundlicher Weise zum Testen zur Verfügung gestellt haben. Viking Stiefel sind handgefertigt und aus Naturkautschuk. Die Stiefel die wir hier haben fallen alle relativ groß aus, im Zweifelsfall bestellt also lieber eine Größe kleiner.  Ihr findet einige wirklich interessante Modelle die sich auch optisch etwas vom Rest der Gummistiefelwelt abheben und deshalb gerade für uns eine willkommene Abwechslung bieten. Die Auswahl an Modellen ist generell groß, hier sollte jeder etwas passendes finden und zwar für Frau, Kind und Mann gleichermaßen.

Dabei waren zwei Paar für meine Freundin:

Stavern Jr.

Niedrige Stiefeletten, optimal geeignet für sie im Alltag und Beruf als Erzieherin. Die Schuhe sind schön leicht und nach den ersten kleinen Trageerfahrungen auch schön bequem. Es handelt sich um ein Kindermodell, das aber auch genau so für Erwachsene verfügbar ist und durch den coolen, eben nicht so kindlichen, Look für groß und klein geeignet ist. Wie bei Chelseaboots haben die Schuhe einen Elastikeinsatz durch den ihr sie schnell und bequem an- und ausziehen könnt und es euch ermöglicht schnell mal reinzuschlüpfen. Der Einsatz setzt im Vergleich zu ähnlichen Modellen recht weit oben an und ist von innen durch Gummi verstärkt. Dadurch könnt ihr oder eure Kleinen bedenkenlos durch Pfützen hüpfen ohne nasse Füße zu bekommen. Das Gummi macht einen stabilen Eindruck. Der Schuh ist recht breit. Vom ersten Eindruck her würden wir sagen, dass die Gummistiefeletten ein super Allrounder sind und zu fast jeder Gelegenheit passen, auch wenn es mal nicht regnet. Gerade für Kinder im Herbst und Winter immer wieder wichtig ist der kleine Feflektorstreifen an der Rückseite.

Die Stavern Jr. haben wir bereits die Tage zum ersten Mal auf Herz und Nieren getestet und werden von unseren Erlebnissen in einem Update berichten, das schon bald hier erscheinen wird!

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Retro Light

Das zweite Modell für meine Freundin ist der absolute Hingucker! Erhältlich in schwarz, rot und gelb, mit Zierschnürung. Wir haben, wie ihr auf den Bildern sehen könnt, die gelbe Variante und da muss man finden wir einfach gute Laune bekommen! Auch hierbei handelt es sich um die Kindervariante die es genau so auch für Erwachsene gibt. Der Schaft ist halbhoch, was bequemes Tragen ermöglicht und trotzdem auch am Meer mit Wellen die Füße trocken hält.  Für Gummistiefel mit dieser Schafthöhe sind sie wirklich angenehm leicht, das Material wirkt bisher trotzdem stabil und hochwertig. Die Stiefel werden wir mit in unseren anstehenden Norwegenurlaub nehmen und dort ausführlich für euch testen. Denn gerade am Meer dürften sie eine richtig tolle Figur machen, also seid gespannt was wir euch zu berichten haben!

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Aber auch ich ging nicht leer aus:

Lillesand M

Über diese Schuhe habe ich mich ganz besonders gefreut, da ich bisher fast nur ganz hohe Gummistiefel habe und ein paar Chelseaboots aus Gummi, bei denen ich aber immer aufpassen muss, nicht in eine zu tiefe Pfütze zu geraten. Das ist hier kein Problem mehr, da es keine Elastikeinsätze gibt wo schnell mal ein wenig Wasser rein laufen kann. Auf den ersten Blick sehen die Stiefeletten aus wie ganz normale Schuhe, nur eben aus Gummi, was sie zum perfekten Begleiter an regnerischen Tagen zur Arbeit usw. macht wo ich sonst keine Gummistiefel tragen kann. Wir haben hier eine Zierschnürung und das an- und ausziehen klappt trotz der fehlenden Elastikeinsätze einfach. Durch den Schnitt am Fuß und niedrigen Gewicht tragen die Gummistiefel sich auch fast wie ganz normale Schuhe. Gerade für Männer die sich vllt. nicht so trauen mit Gummistiefeln auf die Straße zu gehen das perfekte Modell zum Einstieg.

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Falk Neo

Hier haben wir noch ein ganz besonderes Modell. Der Schaft besteht aus 5mm dickem Neopren und ist auch bis zur Spitze damit gefüttert. Während der untere Teil aus Gummi ist. Diese hohen Stiefel snd entsprechend perfekt für den Winter, da sie den Fuß und das Bein warm halten. Beide Materialien sind wasserdicht. Der große Vorteil dieser Kombination liegt darin, dass der Teil aus Naturkautschuk schön stabil ist, was gerade bei Wanderungen sehr wichtig ist und der Schaft aus Neopren dafür sorgt, das die Beweglichkeit erhalten bleibt. Angenehmer Nebeneffekt ist das wirklich sehr niedrige Gewicht, gerade im Vergleich zu den unglaublich schweren Aigle Parcours 2 Vario Outlast. Fersen- und Zehenbereich sind nochmal extra verstärkt, was mir gerade wieder im Wald mit entsprechend schweren Gelände entgegen kommt. Außerdem verfügen die Gummistiefel ähnlich Laufschuhen über eine Dämpfung in der Sohle, die gleichzeitig auch noch stahlverstärkt ist, was dem Fuß noch mehr Stabilität verleiht. Die Sohle verspricht extrem guten Halt, was ich leider ausführlich erst für euch testen kann wenn es kühler wird. Ich freue mich aber schon auf ausgedehnte Wanderungen im Herbst und Winter.

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Soweit unsere erste Vorstellung mit teilweise ersten Eindrücken zu den Stiefeln von Viking. Wir werden euch wie immer so schnell wie möglich mit ausführlichen Tests in Kombination mit der ein oder anderen schönen Geschichte auf dem Laufenden halten.

Fortsetzung folgt…

Und hier bekommt ihr die vollständige Auswahl an Gummistiefeln und außerdem Wander- und Laufschuhe:

Viking Footwear